therapÄrchen Cards, ein fliegendes Krokodil im Buch und ein Blog.....

 

Wofür, warum und überhaupt therapeutische Geschichten?


Was genau sind eigentlich therapeutische Märchen oder Geschichten? Warum soll man sie erzählen? Was für einen Effekt haben sie? Und wer braucht sie? Sind sie nur für Therapiebedürftige geeignet oder profitiert jeder davon? Und sind sie  grundverschieden von den Märchen und Geschichten, die wir bereits kennen?

Geschichten und Metaphern wirken auf die Seele, denn sie sprechen unbewusste Instanzen in uns an. Und das Geschichtenerzählen hat eine alte Tradition in allen Teilen der Welt. Wer von uns erinnert sich nicht an die berühmten Märchen der Brüder Grimm, oder die Erzählungen von Hans Christian Andersen (Des Kaisers neue Kleider, Die Prinzessin auf der Erbse) oder Wilhelm Hauff (Zwerg Nase, Die Geschichte vom kleinen Muck, Das Wirtshaus im Spessart)?

Durch unsere gesamte Menschheitsgeschichte hinweg wurden Metaphern zielgerichtet verwendet, um Impulse zum Lösen von Problemen zu geben.

Aber natürlich dienen Märchen und Sagen auch der Unterhaltung, dem Zeitvertreib. Geben eine Gelegenheit für das soziale Miteinander, bieten Gesprächsstoff oder verzaubern uns einfach nur für einen Moment. Und das ganze ohne Werbeunterbrechungen :-)

Die ursprünglichste aller Geschichten ist der Traum. Träume begleiten uns ein ganzes Leben lang. Sie sind die unwillkürlichste Art, mit der wir unser Leben sortieren und nach Lösungen suchen.

Träume und Geschichten sind aber nicht so verschieden, wie wir vielleicht denken und das lässt sich therapeutisch nutzen. Geschichten repräsentieren die Zielrichtung, Stärkendes zu verstärken, vor Schädlichem zu warnen und sich auf die Suche nach neuen Lebensmöglichkeiten zu machen. Sie regen an nachzudenken, die Gedanken mal frei und ungezwungen herumspazieren zu lassen und sich auch einmal mit ganz und gar ungewöhnlichen Dingen und Ideen auseinander zu setzten.

Gerade in der Beratung finden so Humor, Optimismus und Neugier ihren Platz – weil die Aufmerksamkeit auf etwas weitaus Angenehmeres gerichtet ist, als auf das Begutachten aktueller Probleme.

In einer Problemtrance verengt sich das Denken, wir gucken mit dem berüchtigten Tunnelblick, und wen wundert´s, wenn wir da die blühende Landschaft um uns herum nicht mehr sehen können?

In meiner Arbeit mit Klienten nutze ich sowohl fertige Geschichten von Kollegen als auch von mir speziell für die Bedürfnisse des Klienten geschriebene Geschichten.

Eine sehr gute Sammlung von therapeutischen Geschichten und Metaphern finden Sie unter      www.stefanhammel.de/blog/

 

Das Buch "Wie das Krokodil zum Fliegen kam" erscheint im Frühjahr 2015 im Reinhardt Verlag, München.

Die Therapiekarten zum Buch mit den Themen "Beruf und Work-Life-Balance" und "Identität und Persönlichkeit" erscheinen im September 2016 im Reinhardt Verlag, München

Einige meiner Geschichten gibt es mittlerweile als Postkarte unter dem Namen "therapÄrchen"  zum Beispiel:

(Alle Karten können Sie unter therapärchen cards ansehen)

 

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